Tauchen ist ein visueller Sport

Die richtige Taucherlampe bereichert Ihre Erfahrungen und Ihr Vergnügen beim Tauchen enorm.
Eine Lampe reicht nicht für alle Licht- und Wasserverhältnisse aus, denen man beim Tauchen begegnen kann.

Underwater Kinetics empfiehlt mindestens 3 Leuchten aus den folgenden Kategorien:

Signallicht mit langer Brenndauer, um nachts andere zu finden oder gefunden zu werden.

Maskenlicht mit mittlerer Intensität, das die Hände für die Kamera oder andere Geräte frei läßt.

Inspektionsleuchte als Lichtquelle niedriger Intensität, die am Handgelenk, der BC-Weste oder an der Konsole befestigt wird und zur Kontrolle der Instrumente oder der Kamera dient, auch nützlich, wenn man sich im Dunkeln für Nachttauchgänge anzieht.

BC-Westenleuchte als Lichtquelle mittlerer Intensität, Befestigung an der BC-Weste, damit man schnell eine Lampe hat, wenn man nahe einer Höhle oder eines Riffs taucht.

Primärlampe Handlampe mit hoher Intensität, Handlampe zur vollen Beleuchtung bei Nacht, in trübem Wasser, in großer Tiefe oder beim Erforschen eines Überhangs.

Reserve- oder Notlampe als absolutes Muß, da man ohne Licht in große Gefahr geraten kann.

Spezialleuchte mit extra weitem Winkel, extrem leuchtstark für UW-Videos oder extreme Beleuchtung.

Mit den richtigen Lampen tauchen.

Nachfolgend finden Sie eine Beschreibung der gängigsten Tauchbedingungen und eine Empfehlung jeweils der Lampen, die Ihnen das Tauchen erleichtern und unvergeßlich machen werden.

Rifftauchen in klaren, tropischen Gewässern
Selbst bei strahlendem Sonnenschein ist eine Masken- oder BC-Westenlampe erforderlich, um die Schatten von Vorsprüngen, Quallen oder Korallen auszuleuchten. Eine größere Primärlampe offenbart unglaubliche Einblicke in die Dunkelheit eines Überhangs oder unter Korallenansammlungen.

Rifftauchen in klaren, kalten Gewässern
Die Felsen und Algen eines Kaltwasserriffs reflektieren weniger Licht als Korallen. Deshalb ist eine BC-Westenlampe oder eine leistungsstarke Primärlampe notwendig, um Fische, Hummer oder Muscheln zu finden, die sich unter Felsformationen oder Seetang verstecken. Eine Maskenleuchte läßt die Hände frei für Geräte oder Kameras.

Trübes Gewässer
In trübem Wasser ist der Unterschied zwischen Tag und Nacht weniger gravierend. Tauchlampen sind unerläßlich, aber zuviel Licht ist genauso hinderlich wie zuwenig. Lampen mit einem schlanken, konzentrierten Lichtstrahl sind am besten geeignet. Ein breit gestreuter Lichtstrahl sollte wegen der durch Reflexionen verminderten Sicht vermieden werden. Am besten eignet sich eine BC-Westenlampe oder eine kleinere Primärlampe. Eine Masken- oder Inspektionsleuchte ermöglicht eine einfache Kontrolle der Instrumente oder Kamera. Bei Nachttauchgängen ist das Signallicht ein Muß.

Nachttauchgänge
Eine sichere Signalleuchte braucht man an der Wasseroberfläche. Unter Wasser gilt: Je leistungsstärker die Primärlampe ist, desto besser. Die Meeresfauna und -flora sowie Gesteinsformationen können damit auch auf Distanz gesehen werden. Da helle Lampen oft Wirbellose anziehen, kann es erforderlich sein, die Primärleuchte gelegentlich auszuschalten. Für diese Zwecke ist eine kleine BC-Westenlampe eine hilfreiche Reserve. Allerdings wird das Ablesen der Instrumente von einer sehr hellen Beleuchtung erschwert, da sie dann die Augen blendet, die sich dem dunkleren Umgebungslicht angepaßt haben. Eine kleine Inspektions- oder Maskenlampe ist dafür bestens geeignet, besonders während des kontrollierten Aufstiegs.

Höhlen- und Wracktauchen
In Höhlen und großen Wracks ist Licht ebenso wichtig wie Luft und damit eine Reserve- oder Notlampe ein Muß. Normalerweise besteht die Primärbeleuchtung aus einer aufladbaren Lampe von mindestens 30 Watt. Masken-, BC-Westen- und Reserveleuchten sind wegen ihrer langen Brennzeit und ihrem schlanken, konzentrierten Lichtstrahl (Spotreflektoren) sehr gut als Zweitlampe geeignet.

UW-Fotografie
Zusätzlich zu den bisher genannten Lampen brauchen Fotografen Spezialleuchten. Signal- oder Inspektionslampen sind hilfreich beim Ablesen der Kameraeinstellungen. Fotos von UW-Motiven sind oft interessanter, wenn sie von einer hellen Primärlampe eingefangen werden. Für Videos gilt: Je mehr Licht, desto besser.