Medizinische Produkte - Atmung

 Atmung

Atemfrequenz:

14 – 18 x pro Minute beim Erwachsenen
Ca. 40 x pro Minute bei Säuglingen

Lage des Atemzentrums: Medulla oblongata (verl. Rückenmark)

Überprüfen der Atmung durch - Hören + Sehen + Fühlen

Bei Atemstillstand:   Inspektion des Mund-Rachenraumes (Beissschutz beachten !)
ggf. Ausräumen Kopf überstrecken, Mund öffnen

Dann Atmung erneut prüfen
Ggf. Mund zu Mund / Mund zu Nase Beatmung

 

Beatmung
Die Beatmung wird als Mund-zu-Mund-, Mund-zu-Nase- oder Masken-Beatmung (Guedel-Tubus) durchgeführt. Sie setzt voraus, dass die Atemwege frei sind.
Daher: Fremdkörper oder Zahnprothese aus dem Mund entfernen, notfalls rasch, aber intensiv absaugen.
Der Spender bringt durch Mund, Nase oder Tubus Luft in die Lungen des Patienten ein.
Bei Kindern kann durch Mund und Nase gleichzeitig Luft eingeblasen werden.
Je nachdem, ob durch Nase oder Mund beatmet wird, müssen Mund bzw. Nase des Patienten verschlossen werden. Der Kopf des Patienten muss nach hinten überstreckt werden, indem mit der einen Hand die Stirn nach hinten und unten gedrückt wird; die andere Hand hält das Kinn und verhindert dessen Zurückrutschen.
Bei Verdacht auf HWS-Verletzungen, z.B. im Rahmen eines Unfalls, darf der Kopf nicht überstreckt oder zur Seite gedreht werden. Eine Beatmung ist auch mit Atemmaske und Beutel (sog. Ambu-Beutel) möglich. Die Maske muß jedoch dicht aufgesetzt werden.
Die Beatmung ist am sichersten über einen Tracheal-Tubus durchführbar, der über Nase oder Mund eingelegt wurde (naso-tracheale bzw. oro-tracheale Intubation).
Wenn Intubationsbesteck und/oder erfahrenes Personal nicht unmittelbar zur Stelle sind, sollte keine Zeit mit Intubationsversuchen verloren werden!
Die Beatmung muß zu einer sichtbaren Ausdehnung des Brustkorbs führen.
Ebenso kann mit dem Stethoskop kontrolliert werden, ob die künstliche Beatmung wirksam ist.
Nach internationalen Empfehlungen (Guidelines for cardiopulmonary resuscitation and emergency cardiac care. J. Amer. med. Ass. 268, 1992, 2171) sollen die Atemstöße bei Erwachsenen langsamer, d.h. jeweils über 1,5-2 Sekunden erfolgen, um den Übertritt von Luft in den Magen und damit die Regurgitation und Aspiration von Mageninhalt mit der Gefahr einer Aspirationspneumonie möglichst zu vermeiden.